QUARTERBACK RATING
Official NFL Quarterback Rating Formula:
a = (((Comp/ATT) * 100) 30) / 20
b = ((TDs/Att) * 100) / 5
c = (9.5 ((Int/Att) * 100)) / 4
d = ((Yds/Att) 3) / 4
a, b, c and d can not be greater than 2.375 or less than zero.
QB Rating = (a + b + c + d) / 0,06
Eine wirklich komplizierte Formel der NFL, welche die Leistung eines Quarterbacks wiedergeben soll
(seit 1960). Diese Formel ist 1973 modifiziert worden und ist ein reines Passrating, keine Bewertung
der Quarterbacks. Vier verschiedene Kategorien werden unterschiedlich gewichtet:
1. Vollständigkeitsquote pro Passversuch der Passversuche,
2. Durchschnitt der erworfenen Yards Raumgewinn pro Passversuch,
3. Quote der Touchdownpässe pro Passversuch und
4. Quote der Interceptions pro Passversuch.
Der Durschnittwerts in jeder Kategorie beträgt 1,000. Der schlechteste Wert ist 0, das Maximum
2,375. Um einen Wert von 2,0 in einer der Kategorien zu erreichen muß ein Quarterback
außergewöhnliche Leistungen bringen:
- 70 Prozent seiner Paßversuche anbringen
- durchschnittlich 11 Yards pro Wurfversuch erzielen
- 10 Prozent seiner Pßversuche müssen Touchdowns sein
- nur 1,5 Prozent seiner Paßversuche dürfen Interceptions sein
Um das genaue Rating zu erhalten werden die vier Ergebnisse aus den einzelnen Kategorien
addiert, dann durch sechs dividiert und mit 100 multipliziert (8 / 6 * 100 bzw. 8 / 0,06 = 133,33), Das
maximale Rating beträgt deshalb 158,3 (4 mal 2,375 / 0.06 = 158,3).
In jeder der 4 Kategorien können maximal 2,375 Punkte erzielt werden, die in Tabellen mit
Teilstrichen von 0,005 Punkten eingeteilt sind. Die rein theoretische Höchstmarke beträgt also 9,5
(4x2,375).
Beispiele:
Um 2,375 in der Vollständigkeitsquote zu erreichen muss ein Quarterback 77,5% seiner Pässe ins
Ziel bringen. Den NFL-Rekord hält Ken Anderson (Cincinnati Bengals, 1982) mit 70,55%.
Um 2,375 in der Touchdownquote zu erreichen müssten 11,9% aller Pässe eines Quarterbacks
Touchdownpässe sein. Den NFL-Rekord hält Sid Luckman mit immerhin 13,95% (Chicago Bears,
1943).
Eine Quote von 2,375 bei den Interceptions bedeutet, dass der Quarterback in der ganzen Regular
Season keine einzige Interception wirft!
Um 2,375 in der Kategorie des Raumgewinn zu erreichen, muss der Quarterback 12,50 Yards pro
gültigen Passversuch erzielen. Der NFL-Rekord liegt hier bei Tommy OConnell (Cleveland Browns,
1957) mit 11,75 Yards.
Entsprechend dem amerikanischen Schulsystem erfanden die NFL-Statistiker eine griffige und
allgemeinverständliche Formel, eben das QB-Rating. Willkürlich festgesetzt entspricht dabei eine
Summe von 6,0 aller 4 Einzelwerte einem QB-Rating von 100. Eine durchschnittliche Punktsumme
von 4x1,0 ergibt damit ein QB-Rating von 66,7. Die theoretische Höchstmarke von 9,5 entspricht
einem QB-Rating von 158,3. Dieser Wert ist fast rein hypothetisch, denn er ist faktisch unmöglich
(siehe oben).
Noch mal zur Verdeutlichung: Ein Quarterback-Rating von 158,3 würde nämlich bedeuten, dass der
Quarterback jeden Pass an den eigenen Mitspieler bringt, 12,5 Yards pro Pass Raumgewinn erzielt,
11,875% aller Pässe Touchdownpässe sind und keine Interception geworfen wurde. Um z.B. ein
Rating von 133,3 zu erreichen (4x2,0), müsste der Quarterback 70% der Pässe an den eigenen
Mitspieler bringen, die Touchdownquote müsste 10% betragen, jeder Versuch müsste 11 Yards
Raumgewinn erzielen und die Rate der Interceptions dürfte nur bei 1,5% liegen (s.o.).
Jeder Quarterback beginnt die Saison mit dem Wert 100. Ein Rating von über 100 gilt als
hervorragende Leistung. Den Rekord hielt von 1960 bis 1988 Milt Plum (Cleveland) mit einem Rating
von 110,4 bis er 1989 von Joe Montana (San Francisco 49ers, Rating 112,4) abgelöst wurde. Von
1994 bis 2004 war das Quarterback-Rating von 112,8 seines Nachfolgers in San Francisco, Steve
Young, das Maß aller Dinge. In der Saison 2004 stellte Peyton Manning von den Indinapolis Colts
mit einem Rating von 121,1 eine neue phantastische Bestmarke auf. Zugleich brach Manning
mehrere Jahre alte NFL Rekorde: Er ist der zweite Quarterback, zusammen mit Dan Marino, der in
sechs aufeinanderfolgenden Spielzeiten jeweils mehr als 4.000 Yards erworfen hat. Manning ist der
erste Quarterback, der in sechs aufeinanderfolgenden Seasons mehr als 25 Touchdown-Pässe
geworfen hat und Manning brach Dan Marino´s 20 Jahre alten Rekord (1984) von 48 Touchdown-
Pässen in einer Saison mit 49 Touchdown-Pässen.
Da allerdings nur die Pässe erfaßt werden, sagt das Rating nichts über Audibels, Laufstärken oder
Führungsqualitäten eines Quarterbacks aus, bzw. zu welchem - vielleicht sogar spielentscheidenden
- Zeitpunkt der Quarterback seine Pässe komplettiert hat, einen unvollständigen Pass oder gar eine
Interception geworfen hat. Im Gegensatz zu Joe Montana haben sowohl Dan Marino als Peyton
Manning bisher nie einen Super Bowl gewonnen. So kann deshalb auch der statistisch bessere
Quarterback trotzdem der Verlierer eines Matches sein: Joe Cool Montana besaß eben mehr
Nervenstärke und konnte die Verteidigungsstrategien des Gegners richtig lesen und somit die
Verteidigung ausschalten. Eine entscheidende Fähigkeit eines Quarterbacks, die vom Quarterback
Rating; nicht gemessen werden kann.
Steve Youngs Quarterback Rating-Rekord aus dem Jahr 1994 errechnet sich wie folgt:
Quote der vollständigen Pässe:
70,28 % seiner Pässe kamen an, davon werden 30 Punkte abgezogen (40,28) und das ganze mit
0.05 multipliziert. Dabei kommt 2,014 heraus.
Durchschnittliche Yards pro Wurfversuch:
3969 Yards bei 461 Wurfversuchen ergibt 8,61 Yards pro Paß. Davon zieht man 3 ab (5,61) und
multipliziert das Ergebnis mit 0,25. Dabei erhalten wir 1,403.
Prozentzahl der Touchdownpässe:
35 Touchdowns bei 461 Versuchen ergibt 7,59%. Multipliziert mit 0,2 macht das 1,518.
Prozentzahl der Interceptions:10 Interceptions bei 461 Versuchen ergibt 2,71%. Dieser Wert
multipliziert mit 0,25 (0,542) und vom Maximalwert von 2,375 abgezogen ergibt 1,833.
Addition der Einzelwerte: 2,014 + 1,4032 + 1,518 + 1,833 = 6,768.
Diese Summe dividiert durch sechs und multipliziert mit 100 ergibt für Steve Young ein grandioses
Quarterback Rating von 112,8.
FOOTBALL-STATISTIK: ZAHLENSPIELEREI
Insbesondere amerikanische Sportfans lieben Statistiken. Und gerade im Football, der ja über
Jahrzehnte genau verfolgt wurde, gibt es für jeden Verein, jede Spielpaarung (ob in der Regular
Season oder in den Play Offs), Trainer, Spieler, Spielzug, Passversuch, Interception, Yards nach
Pass, Yards nach Laufspiel, Run and Pass, Sack und Tackle, Kick, Punt, Fieldgoal, PAT,
Touchdown, Turnover usw. unendlich viele und weit in die Football-Historie zurückreichende Daten
und Statistiken. Ausführliche Informationen hierzu finden sich in dem jährlich von der NFL zu Beginn
einer Saison herausgegebenen NFL Record & Fact Book.
Beispielhaft wichtige Erklärungen zu einer Offense Statistik:
RB Alle Rusher/Running Backs (Ballträger) eines Teams
Name / Anzahl der Runs / Raumgewinn in Yards
QB Quarterback-Statistik
Name / vollständige Pässe / Passversuche /
Raumgewinn in Yards / Touchdowns / Interceptions
WR Alle Receiver (Passempfänger) eines Teams
Name / Anzahl der gefangenen Pässe / Raumgewinn in Yards
FG Fieldgoal
PAT Point after Touchdown
Mit Freundlicher Genehmigung von Montana Win Football Forum